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Die häufigsten Fragen und Antworten für Bildungsanbieter

Was wird gefördert?

Was wird gefördert?

  • Gegenstand der Förderung durch ProAbschluss sind Maßnahmen die von einem zertifizierten Weiterbildungsanbieter angeboten werden und über Nachqualifizierungen zu einem anerkannten Berufsabschluss hinführen.
  • Geeignete Maßnahmen sollen in der Hessischen Weiterbildungsdatenbank eingestellt sein.
  • Eine Weiterbildungsmaßnahme im Sinne des Förderprogramms „Qualifizierungsscheck“ ist jede Maßnahme, die inhaltlich in sich abgeschlossen ist sowie einzeln gebucht und einzeln bezahlt wird.
  • Auch die Förderung von Teilabschnitten auf dem Weg zu einer abschlussbezogenen Qualifizierung ist möglich.
  • Es ist ferner möglich, mehrere verschiedene Maßnahmen bei demselben Weiterbildungsanbieter zu bündeln und hierfür einen Qualifizierungsscheck einzusetzen. Voraussetzung für ein solches Maßnahmenbündel ist, dass alle Maßnahmen zum Weiterbildungsziel passen und innerhalb der Gültigkeitsdauer des Qualifizierungsschecks (6 Monate nach der Ausstellung) begonnen werden.
  • Eine erneute Förderung ist erst nach Ende der letzten Maßnahme aus dem vorherigen Qualifizierungsscheck möglich.
  • Förderfähig sind Teilnahme- und Prüfungsgebühren der Qualifizierung.

Sie haben weitere Fragen? Als Betreuer des Förderinstrumentes steht Ihnen der Verein Weiterbildung Hessen e.V. als Gesprächspartner zur Verfügung. Adresse und Ansprechpartner finden Sie hier: Beratungsangebot.

Was wird nicht gefördert?

Was wird nicht gefördert?

  • Betriebliche Anpassungsqualifizierungen und Trainings, die nicht zu einem anerkannten Berufsabschluss hinführen
  • Angebote, die der Erholung, der Unterhaltung, der privaten Haushaltsführung und der sportlichen Betätigung oder der Vermittlung entsprechender Kenntnisse und Fertigkeiten dienen
  • Weiterbildungen, die von Bundes- oder Landesbehörden durchgeführt oder gefördert werden
  • Weiterbildungen, deren Kosten aufgrund gesetzlicher Regelungen vom Arbeitgeber zu übernehmen sind
  • Bildungsmaßnahmen, die im Rahmen des Bundesprogramms Integration durch Qualifizierung (IQ) gefördert werden, Verpflegungs- und Unterkunftskosten einer Qualifizierung.Sofern eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG), dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG, „Meister-BAföG“) oder nach SGB II bzw. SGB III möglich ist, muss diese vorrangig in Anspruch genommen werden. Eine zusätzliche Förderung über einen Qualifizierungsscheck scheidet aus. Kommt eine Förderung aus diesen Bereichen nicht in Betracht, kann eine Förderung über einen Qualifizierungsscheck erfolgen.

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Wer kann Zuschüsse erhalten?

Wer kann Zuschüsse erhalten?

Antragsberechtigt sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und geringfügig Beschäftigte, für die vom Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge geleistet werden

  • mit Hauptwohnsitz in Hessen und
  • mit einem Mindestalter von 27 Jahren und
  • die über keinen beruflichen Abschluss verfügen oder
  • in der ausgeübten Tätigkeit über keinen Berufsabschluss verfügen, wobei ein Berufsabschluss in einem anderen beruflichen Bereich länger als 4 Jahre zurückliegt.

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Wie hoch ist der Zuschuss?

Wie hoch ist der Zuschuss?

  • Gefördert werden Maßnahmen die über Nachqualifizierungen zu einem Berufsabschluss hinführen.
  • Die Förderung liegt bei 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben (Teilnahme- und Prüfungsgebühren).
  • Die Höchstfördersumme beträgt 4.000 €. Wenn Wohnort der bzw. des Teilnehmenden und Qualifizierungsort mehr als 50 km entfernt liegen, kann die bzw. der Teilnehmende pro Qualifizierungsscheck eine Fahrtkostenpauschale von 105 Euro erhalten. Die Berechtigung wird nachgewiesen, indem die bzw. der Teilnehmende bei Weiterbildung Hessen e.V. ein Abrechnungsformular (Download unter www.proabschluss.de) mit Angaben zu Wohnort, Qualifizierungsort und km-Distanz zwischen den beiden Orten vorlegt. Der bzw. die Teilnehmende beantragt die Fahrtkostenpauschale direkt bei Weiterbildung Hessen e.V. Bei Fragen wenden sich Teilnehmende an die Bildungscoaches und Bildungspoints oder direkt an Weiterbildung Hessen e.V.
  • Der Beginn der Maßnahme muss innerhalb von 6 Monaten nach Ausstellung des Qualifizierungsschecks liegen. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

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Wie erhalten Beschäftigte einen Qualifizierungsscheck?

Wie erhalten Beschäftigte einen Qualifizierungsscheck?

1. Persönliche Bildungsberatung

Voraussetzung für die Ausstellung eines Qualifizierungsschecks ist eine Teilnahme des bzw. der Beschäftigten an einer kostenlosen persönlichen Beratung. Die Beratung erfolgt durch vom Hessischen Wirtschaftsministerium zugelassene Beraterinnen und Berater:

  • Die Bildungspoints sind die erste Anlaufstelle für Beschäftigte, die sich eigeninitiativ über das Thema Nachqualifizierung und die Förderung über den Qualifizierungsscheck beraten lassen wollen. Sie haben ihre Hauptberatungsstellen in Kassel, Gießen und Frankfurt am Main, bieten aber auch Sprechzeiten in den regionalen Agenturen für Arbeit an.
  • Außerdem gibt es in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt in Hessen Bildungscoaches, die direkt in den Unternehmen beraten. Die Bildungscoaches gehen in Abstimmung mit dem Arbeitgeber auf die Beschäftigten zu.
  • Weitere Beratungsstellen (z. B. Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer) können durch das Hessische Wirtschaftsministerium zugelassen werden.
  • Eine Aufstellung aller Beraterinnen und Berater mit Kontaktdaten, Sprechzeiten usw. finden Sie hier: Beratungsangebot.
  • In der Beratung wird der Qualifikationsstand mit Hilfe des Instruments Nachqualifizierungspass festgestellt, in einem Beratungsprotokoll dokumentiert und anschließend der Zuständigen Stelle vorgelegt.
  • Die zuständige Stelle identifiziert auf Basis des Nachqualifizierungspasses den Qualifizierungsbedarf der bzw. des Teilnehmenden. Maßgebend dafür sind die Qualifikationsanforderungen für einen anerkannten Abschluss nach BBiG bzw. HwO im angestrebten Beruf. Die Qualifizierungen sollen zu den Abschlussprüfungen hinführen, die auf dem Weg der Externenprüfung absolviert werden. Umschulungen etc. können nicht über den Qualifizierungsscheck gefördert werden.
  • Die Beratungskraft definiert auf Basis des festgestellten Qualifizierungsbedarfs die in Frage kommende Qualifizierung (oder aufeinander folgende Qualifizierungen) und hält diese in dem Beratungsprotokoll fest.
  • Das Beratungsprotokoll wird von der bzw. dem Teilnehmenden und der Beratungskraft unterschrieben.
  • Das Beratungsprotokoll wird an Weiterbildung Hessen e.V. gesendet.
  • Die Beratungskraft kann bei Bedarf den gesamten Qualifizierungsprozess begleiten.

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Wer stellt den Qualifizierungsscheck aus?

Wer stellt den Qualifizierungsscheck aus?

Weiterbildung Hessen e.V. stellt den Qualifizierungsscheck unter Angabe der Gültigkeitsdauer aus und sendet ihn per Post an die bzw. den Teilnehmenden.

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Wie wird der Qualifizierungsscheck eingelöst?

Wie wird der Qualifizierungsscheck eingelöst?

  • Die bzw. der Teilnehmende bucht das auf dem Qualifizierungsscheck aufgedruckte Angebot direkt beim Bildungsanbieter und händigt ihm den unterschriebenen Qualifizierungsscheck gegen eine Empfangsbestätigung aus. Zu beachten ist, dass die Maßnahme innerhalb von 6 Monaten nach Ausstellung des Qualifizierungsschecks begonnen werden muss.
  • Der Bildungsanbieter stellt der bzw. dem Teilnehmenden 50 Prozent der zuwendungsfähigen Maßnahmenkosten (Teilnahme- und ggf. Prüfungsgebühren) in Rechnung. Bei Maßnahmen über 8.000 € Gesamtkosten ist zu beachten, dass von dem Qualifizierungsscheck nur die Höchstförderung von 4.000 € abgedeckt wird. Wenn der Teilnehmenden-Anteil bezahlt worden ist, kann der Bildungsanbieter den Qualifizierungscheck bei Weiterbildung Hessen e.V. einlösen. Für die Förderung über den Qualifizierungsscheck ist es gleichgültig, ob die oder der Teilnehmende oder der Arbeitgeber den Teilnehmenden-Anteil bezahlt.
  • Wenn der Bildungsanbieter mit der bzw. dem Teilnehmenden eine Ratenzahlung vereinbart hat, sind Teilabrechnungen des Förderbetrages zwischen Bildungsanbieter und Weiterbildung Hessen e.V. möglich. Gerade im Hinblick auf lange Qualifizierungsmaßnahmen sollen die Bildungsanbieter über diese Möglichkeit finanziell entlastet werden. Teilabrechnungen sind für Maßnahmen mit Gesamtkosten über 2.000 € möglich.

    Eine Teilabrechnung ist immer nur Zug-um-Zug möglich, d. h. eine Abrechnung und Auszahlung des anteiligen Förderbetrages kann nur erfolgen, wenn die Zahlung des entsprechenden Eigenanteils durch die bzw. den Teilnehmenden nachgewiesen ist. Nachfolgende Teilabrechnungen sind in 500 €-Tranchen möglich, d. h. die Teilnehmenden müssen jeweils mindestens weitere 500 € Eigenanteil gezahlt haben. Die letzte Teilabrechnung kann unterhalb dieses Betrages liegen, wobei immer nachgewiesen werden muss, dass der entsprechende Teilnehmenden-Anteil gezahlt wurde. Es erfolgt jeweils eine Auszahlung von 45 %. Die verbliebenen 5 % werden nach Abschluss der Nachqualifizierungsmaßnahme und Vorlage der Teilnahmebescheinigung oder eines Zertifikats ausgezahlt.
  • Hiervon unberührt besteht für die Bildungsanbieter die Möglichkeit, mit den Teilnehmenden niedrigere Raten zu vereinbaren.
  • Jeweils ein Zahlungsbeleg verbleibt beim Bildungsanbieter und bei der bzw. dem Einzahlenden.
  • Nach Erhalt des Eigenanteils bzw. der einzelnen Raten rechnet der Bildungsanbieter den Qualifizierungsscheck mit Weiterbildung Hessen e.V. ab. Hierzu müssen folgende Unterlagen eingereicht werden:

    • der von der bzw. dem Teilnehmenden unterschriebene Qualifizierungsscheck
    • eine Rechnung an Weiterbildung Hessen e.V. über 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gebühr bis zur Höchstfördersumme von 4.000 €
    • eine Kopie der Kundenrechnung über 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gebühr
    • der Nachweis über die Zahlung des Eigenanteils der bzw. des Teilnehmenden
    • das Veranstaltungsangebot, aus dem Gebühr, Titel bzw. Inhalt, Beginn und Ende der Maßnahme hervorgehen. Bei Maßnahmenbündelung müssen die Angaben je Teilmaßnahme erfolgen.
    • eine Bescheinigung (Download) über die erfolgreiche bzw. nicht erfolgreiche Teilnahme an der Nachqualifizierungsmaßnahme. Es ist für die Erstattung unerheblich, ob die bzw. der Teilnehmende die Qualifizierung erfolgreich oder nicht erfolgreich absolviert hat. Sofern mit der Qualifizierungsmaßnahme ein Leistungsnachweis (Zertifikat o. ä.) verbunden ist, der zu einem positiven oder negativen Ergebnis (d. h. bestanden oder nicht bestanden) führen kann, ist dieser einzureichen. Ist kein Leistungsnachweis vorgesehen, wird eine Teilnahmebescheinigung eingereicht. Dabei gilt eine Mindestteilnahmezeit als das Erfolgskriterium, das zu bestätigen ist: Wenn eine Teilnehmende bzw. ein Teilnehmender an mindestens 80 Prozent der Qualifizierungszeit teilgenommen hat, wird dies als erfolgreiche Teilnahme gewertet.
    • Unterkunfts- oder Verpflegungskosten sind nicht förderfähig und müssen von den Maßnahmenkosten abgezogen werden. Bei der Rechnungsstellung ist auf eine entsprechende Differenzierung zu achten.

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Wie ist mit Rückerstattungen umzugehen?

Wie ist mit Rückerstattungen umzugehen?

Etwaige Rückerstattungen aus diesem Qualifizierungsscheck aufgrund von Stornierung oder Nichtzustandekommen der Qualifizierungsmaßnahme sind ausschließlich an Weiterbildung Hessen e.V. zu leisten.

Wer betreut ProAbschluss?

Wer betreut ProAbschluss?

Weiterbildung Hessen e.V. übernimmt als neutrale Einrichtung die Abwicklung und Verwaltung der Qualifizierungsschecks für das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung. Weiterbildung Hessen e.V. hat aktuell mehr als 320 Mitglieder, zu denen Einrichtungen der beruflichen, allgemeinen und politischen Bildung zählen. Zweck des Vereins ist es, den Verbraucherschutz im Bereich der Weiterbildung in Hessen zu stärken sowie die Qualität in der Weiterbildung zu fördern und zu sichern. Der Verein setzt sich darüber hinaus dafür ein, die Teilnehmenden an Bildungsveranstaltungen der Vereinsmitglieder durch verbindliche Qualitätsstandards zu schützen, für die Weiterbildung durch Öffentlichkeitsarbeit zu werben und zu allen Bereichen der Weiterbildung zu informieren. Es ist ein weiteres Hauptziel, mehr Transparenz hinsichtlich der Bildungsangebote für Interessentinnen und Interessenten sowie Institutionen und Unternehmen zu schaffen (vgl. § 2 der Satzung).

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Regionale Fachtage in Ihrer Nähe


Qualifizieren Sie un- und angelernte Beschäftigte mit passgenauen Bildungsangeboten hin zu einem Berufsabschluss. Wie das funktioniert, erfahren Sie bei den Regionalen Fachtagen in Ihrer Nähe.

Geringqualifizierte Beschäftigte über 27 Jahren werden durch den Qualifizierungsscheck des Landes Hessen mit bis zu 4.000 Euro gefördert, um sich bis hin zur Externenprüfung zu qualifizieren. Sie als Bildungsträger können in diesem Feld als Anbieter aktiv werden.

Informieren Sie sich auf dem Regionalen Fachtag über die Initiative ProAbschluss und wirken Sie an Ansätzen zur Etablierung von Nachqualifizierung in Ihrem Landkreis mit.

Präsentieren Sie auf dem Markt der Möglichkeiten Ihre Bildungsangebote beraten Sie Interessierte.

Der Regionale Fachtag ProAbschluss bietet Ihnen:

  • Rundum-Information zur Initiative ProAbschluss
  • Gestaltung regionaler Aktivitäten zur Nachqualifizierung
  • Direkter Austausch und Beratung von Unternehmen
  • Vorstellung Ihrer Bildungsangebote
  • Vernetzung zu dem Thema

Alle Termine zum Ausdrucken: ProAbschluss Regionale Fachtage

Infos und Anmeldung:
Theresa Goebel
IWAK Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur
E-Mail: t.goebel@em.uni-frankfurt.de