Die folgenden Angaben beziehen sich auf das Förderinstrument „Qualifizierungsscheck“ der Initiative ProAbschluss, für das seit dem 31.12.21 keine neue Antragstellung mehr möglich ist.

Sie möchten einen bereits ausgestellten Qualifizierungsscheck abrechnen? Bitte beachten Sie auch das „Merkblatt für Bildungsanbieter“ und die Teilnahmebescheinigung unter Downloads.

Welche Fristen müssen beachtet werden?

Zum Ende der aktuellen ESF-Förderperiode müssen festgelegte Fristen beachtet und eingehalten werden, damit ausgestellte Qualifizierungsschecks mit Weiterbildung Hessen e.V. abgerechnet werden können. Es ist wichtig, dass sowohl Bildungsanbieter als auch Beschäftigte und Arbeitgeber diese Fristen bei ihren Planungen berücksichtigen, beispielsweise bei der Konzeption von Nachqualifizierungsmaßnahmen.

Fristen für die Abwicklung der Qualifizierungsscheck-Förderung

  • Qualifizierungsschecks wurden nur bis zum 31.12.2021 ausgestellt.
  • Die geförderten Maßnahmen bzw. Maßnahmen-Module oder Externenprüfungen müssen zwingend bis zum 30.06.2022 abgeschlossen sein. Es gibt keine Förderung durch den Qualifizierungsscheck über diese Frist hinaus. Weiterbildungen oder Externenprüfungen, die nach dieser Frist abgeschlossen werden, sind von der Förderung durch ProAbschluss ausgeschlossen.

Fristen für die Abrechnung von Qualifizierungsschecks für Bildungsanbieter und Selbstzahler bei Externenprüfungen

  • Maßnahmen oder Externenprüfungen, die vor dem 31.05.2022 enden, müssen bis zum 30.06.2022 zur Abrechnung bei Weiterbildung Hessen e.V. eingereicht werden.
  • Maßnahmen, die erst im Juni 2022 enden, können bis zum 31.08.2022 mit Weiterbildung Hessen e.V. abgerechnet werden.

Die häufigsten Fragen und Antworten für Bildungsanbieter

 

Wie wird der Qualifizierungsscheck eingelöst und abgerechnet?

  • Die bzw. der Teilnehmende bucht das auf dem Qualifizierungsscheck aufgedruckte Angebot direkt beim Bildungsanbieter und händigt ihm den unterschriebenen Qualifizierungsscheck gegen eine Empfangsbestätigung aus. Zu beachten ist, dass die Maßnahme innerhalb von 6 Monaten nach Ausstellung des Qualifizierungsschecks begonnen werden muss.
  • Der Bildungsanbieter stellt der bzw. dem Teilnehmenden 50 Prozent der zuwendungsfähigen Maßnahmenkosten (Teilnahme- und ggf. Prüfungsgebühren) in Rechnung. Bei Maßnahmen über 8.000 € Gesamtkosten ist zu beachten, dass von dem Qualifizierungsscheck nur die Höchstförderung von 4.000 € abgedeckt wird. Wenn der Teilnehmenden-Anteil bezahlt worden ist, kann der Bildungsanbieter den Qualifizierungscheck bei Weiterbildung Hessen e.V. einlösen. Für die Förderung über den Qualifizierungsscheck ist es gleichgültig, ob die oder der Teilnehmende oder der Arbeitgeber den Teilnehmenden-Anteil bezahlt.
  • Wenn der Bildungsanbieter mit der bzw. dem Teilnehmenden eine Ratenzahlung vereinbart hat, sind Teilabrechnungen des Förderbetrages zwischen Bildungsanbieter und Weiterbildung Hessen e.V. möglich. Gerade im Hinblick auf lange Qualifizierungsmaßnahmen sollen die Bildungsanbieter über diese Möglichkeit finanziell entlastet werden. Teilabrechnungen sind für Maßnahmen mit Gesamtkosten über 2.000 € möglich.

    Eine Teilabrechnung ist immer nur Zug-um-Zug möglich, d. h. eine Abrechnung und Auszahlung des anteiligen Förderbetrages kann nur erfolgen, wenn die Zahlung des entsprechenden Eigenanteils durch die bzw. den Teilnehmenden nachgewiesen ist. Nachfolgende Teilabrechnungen sind in 500 €-Tranchen möglich, d. h. die Teilnehmenden müssen jeweils mindestens weitere 500 € Eigenanteil gezahlt haben. Die letzte Teilabrechnung kann unterhalb dieses Betrages liegen, wobei immer nachgewiesen werden muss, dass der entsprechende Teilnehmenden-Anteil gezahlt wurde. Es erfolgt jeweils eine Auszahlung von 45 %. Die verbliebenen 5 % werden nach Abschluss der Nachqualifizierungsmaßnahme und Vorlage der Teilnahmebescheinigung oder eines Zertifikats ausgezahlt.
  • Hiervon unberührt besteht für die Bildungsanbieter die Möglichkeit, mit den Teilnehmenden niedrigere Raten zu vereinbaren.
  • Jeweils ein Zahlungsbeleg verbleibt beim Bildungsanbieter und bei der bzw. dem Einzahlenden.
  • Nach Erhalt des Eigenanteils bzw. der einzelnen Raten rechnet der Bildungsanbieter den Qualifizierungsscheck mit Weiterbildung Hessen e.V. ab. Hierzu müssen folgende Unterlagen eingereicht werden:
    • der von der bzw. dem Teilnehmenden unterschriebene Qualifizierungsscheck
    • eine Rechnung an Weiterbildung Hessen e.V. über 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gebühr bis zur Höchstfördersumme von 4.000 €
    • eine Kopie der Kundenrechnung über 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gebühr
    • der Nachweis über die Zahlung des Eigenanteils der bzw. des Teilnehmenden
    • das Veranstaltungsangebot, aus dem Gebühr, Titel bzw. Inhalt, Beginn und Ende der Maßnahme hervorgehen. Bei Maßnahmenbündelung müssen die Angaben je Teilmaßnahme erfolgen.
    • eine Bescheinigung (Download) über die erfolgreiche bzw. nicht erfolgreiche Teilnahme an der Nachqualifizierungsmaßnahme. Es ist für die Erstattung unerheblich, ob die bzw. der Teilnehmende die Qualifizierung erfolgreich oder nicht erfolgreich absolviert hat. Sofern mit der Qualifizierungsmaßnahme ein Leistungsnachweis (Zertifikat o. ä.) verbunden ist, der zu einem positiven oder negativen Ergebnis (d. h. bestanden oder nicht bestanden) führen kann, ist dieser einzureichen. Ist kein Leistungsnachweis vorgesehen, wird eine Teilnahmebescheinigung eingereicht. Dabei gilt eine Mindestteilnahmezeit als das Erfolgskriterium, das zu bestätigen ist: Wenn eine Teilnehmende bzw. ein Teilnehmender an mindestens 80 Prozent der Qualifizierungszeit teilgenommen hat, wird dies als erfolgreiche Teilnahme gewertet.
    • Unterkunfts- oder Verpflegungskosten sind nicht förderfähig und müssen von den Maßnahmenkosten abgezogen werden. Bei der Rechnungsstellung ist auf eine entsprechende Differenzierung zu achten.

Sie haben weitere Fragen? Als Betreuer des Förderinstrumentes steht Ihnen der Verein Weiterbildung Hessen e.V. als Gesprächspartner zur Verfügung. Adresse und Ansprechpartner finden Sie hier: Beratungsangebot.

Wie funktioniert die Abrechnung mit/ohne Umsatzsteuer

Das Abrechnungsverfahren unterscheidet sich je nachdem, ob der Bildungsanbieter umsatzsteuerbefreit ist oder nicht und der Eigenanteil von dem/der Beschäftigten bzw. einem nicht vorsteuerabzugsberechtigten Arbeitgeber oder von einem vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmen übernommen wird.

1. Abrechnung von umsatzsteuerbefreiten Bildungsanbietern

  • Der Bildungsanbieter stellt eine Gesamtrechnung an die bzw. den Beschäftigten oder den Arbeitgeber.
  • Weiterbildung Hessen e. V. erhält ein Anschreiben des Bildungsanbieters (keine Rechnung), in dem um eine Begleichung des Qualifzierungsschecks in Höhe von X Euro gebeten wird.

2. Abrechnung des Qualifizierungsschecks mit Umsatzsteuer: Rechnungsstellung an Beschäftigte bzw. nicht vorsteuerabzugsberechtigte Arbeitgeber

  • Der Bildungsanbieter stellt die Gesamtrechnung inkl. Umsatzsteuer an die bzw. den Beschäftigten oder den Arbeitgeber.
  • Weiterbildung Hessen e. V. erhält ein Aschreiben vom Bildungsanbieter (keine Rechnung), in dem um eine Begleichung des Qualifizierungsschecks in Höhe von X Euro gebeten wird. In diesem Betrag ist die Umsatzsteuer anteilig enthalten.

3. Abrechnung des Qualifizierungsschecks: Rechnungsstellung an vorsteuerabzugsberechtigte Arbeitgeber

  • Der Bildungsanbieter stellt eine Gesamtrechnung inkl. Umsatzsteuer an das vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen.
  • Weiterbildung Hessen e. V. erhält ein Anschreiben des Bildungsanbieters (keine Rechnung), in dem um eine Begleichung des Qualifzierungsschecks in Höhe von X Euro gebeten wird. In diesem Betrag ist die Umsatzsteuer nicht enthalten. Diese wird vollständig vom Arbeitgeber getragen.

Wie hoch ist der Zuschuss?

  • Gefördert werden Maßnahmen die über Nachqualifizierungen zu einem Berufsabschluss hinführen.
  • Die Förderung liegt bei 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben (Teilnahme- und Prüfungsgebühren).
  • Die Höchstfördersumme beträgt 4.000 €. Wenn Wohnort der bzw. des Teilnehmenden und Qualifizierungsort mehr als 50 km entfernt liegen, kann die bzw. der Teilnehmende pro Qualifizierungsscheck eine Fahrtkostenpauschale von 105 Euro erhalten. Die Berechtigung wird nachgewiesen, indem die bzw. der Teilnehmende bei Weiterbildung Hessen e.V. ein Abrechnungsformular (Download unter www.proabschluss.de) mit Angaben zu Wohnort, Qualifizierungsort und km-Distanz zwischen den beiden Orten vorlegt. Der bzw. die Teilnehmende beantragt die Fahrtkostenpauschale direkt bei Weiterbildung Hessen e.V. Bei Fragen wenden sich Teilnehmende an die Bildungscoaches und Bildungspoints oder direkt an Weiterbildung Hessen e.V.
  • Der Beginn der Maßnahme muss innerhalb von 6 Monaten nach Ausstellung des Qualifizierungsschecks liegen. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

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Wer betreut ProAbschluss?

Weiterbildung Hessen e.V. übernimmt als neutrale Einrichtung die Abwicklung und Verwaltung der Qualifizierungsschecks für das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. Weiterbildung Hessen e.V. hat rund 300 Mitglieder, zu denen Einrichtungen der beruflichen, allgemeinen und politischen Bildung zählen. Zweck des Vereins ist es, den Verbraucherschutz im Bereich der Weiterbildung in Hessen zu stärken sowie die Qualität in der Weiterbildung zu fördern und zu sichern. Der Verein setzt sich darüber hinaus dafür ein, die Teilnehmenden an Bildungsveranstaltungen der Vereinsmitglieder durch verbindliche Qualitätsstandards zu schützen, für die Weiterbildung durch Öffentlichkeitsarbeit zu werben und zu allen Bereichen der Weiterbildung zu informieren. Es ist ein weiteres Hauptziel, mehr Transparenz hinsichtlich der Bildungsangebote für Interessentinnen und Interessenten sowie Institutionen und Unternehmen zu schaffen (vgl. § 2 der Satzung).

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