Berufliche Nachqualifizierung an Berufsschulen

Im Rahmen der beruflichen Nachqualifizierung mit QualiBack können an- und ungelernte Beschäftigte soweit qualifiziert werden, dass sie die Externenprüfung vor der zuständigen Kammer ablegen und eine abgeschlossene Berufsausbildung erlangen. Die Beschäftigten besuchen den Regelunterricht der Berufsschulen, um sich für die Externenprüfung zu qualifizieren. Dabei werden sie durch einen individuellen Zuschnitt des Lernstoffes und flexible Unterrichtsgestaltung durch die teilnehmenden Berufsschulen unterstützt.

QualiBack legt den Schwerpunkt auf die Qualifizierung von Beschäftigten ohne Berufsabschluss hin zur Fachkraft. Das Angebot richtet sich an sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und geringfügig Beschäftigte, für die der Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge abführt, mit Hauptwohnsitz in Hessen, ab 21 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung oder an Beschäftigte, die in einem anderen Beruf als ihrem erlernten arbeiten. Ein Berufsabschluss muss in diesem Fall mindestens 4 Jahre zurückliegen.

QualiBack wird durch die landesweite Beratungs- und Begleitstruktur der Bildungscoaches und mobilen Nachqualifizierungsberatungsstellen sowie die Förderung der Nachqualifizierungsmaßnahme durch den Qualifizierungsscheck unterstützt. Die Bildungscoaches beraten Betriebe und ihre Beschäftigten. Die mobilen Nachqualifizierungsberatungsstellen beraten Beschäftigte, die sich eigeninitiativ über das Thema Nachqualifizierung informieren möchten.

Von dem Modellprojekt QualiBack profitieren alle: Teilnehmende können flexibel und individuell ihren qualifizierten Berufsabschluss nachholen und von An- und Ungelernten zu Fachkräften werden. Betriebe können ihren Fachkräftebedarf mit motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den eigenen Reihen decken und Berufsschulen können ihre Angebote für Betriebe in Handwerk, Handel und der Industrie ausbauen und individuelle Lösungsansätze für Ratsuchende anbieten.

QualiBack ist Bestandteil der hessischen Initiative ProAbschluss und wird durch die Genehmigung des Hessischen Kultusministeriums ermöglicht.